|
26.07.2026
11:00 Uhr
|
Mindestens 100 Jahre halten Filmrollen, wenn man sie ordentlich lagert. Mit passendem Equipment kann man statt analoger Filme auch Daten darauf speichern.

Die Digitaltechnik hat in den großen Kinos die alte analoge Filmrolle fast vollständig verdrängt. Bei der Langzeitarchivierung aber spielt die Analogtechnik immer noch eine Rolle. Denn einmal auf Film gebannte Daten halten bei guter Lagerung 100 Jahre und mehr – weit länger also als Daten auf SSDs oder magnetischen Datenträgern wie Festplatten oder Bändern.
Gleich zwei Unternehmen beschäftigen sich mit der Archivierung digitaler Daten auf Film: das norwegische Piql, seit 2002 am Markt, und die 2013 gegründete französische DigiFilm Corporation mit ihrem Produkt Archiflix. Beide belichten Bits auf Zelluloid – und kommen dabei erstaunlich weit mit derselben Idee, bevor sie diese unterschiedlich weiterentwickelten.
Piql, das ältere Unternehmen, ist kommerziell bereits lange erfolgreich mit seiner gleichnamigen Technik. Es vermietet die Schreib- und Lesegeräte an Partner, die den Archivierungsdienst dann Endkunden anbieten. DigiFilm ist mit seinem Dienst Archiflix noch nicht ganz so weit, plant aber ein ähnliches Geschäftsmodell.